{"id":2050,"date":"2016-11-21T09:33:22","date_gmt":"2016-11-21T08:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/spd-stadtrat.de\/?p=2050"},"modified":"2016-11-21T09:35:11","modified_gmt":"2016-11-21T08:35:11","slug":"vaterfreuden-4-0-neue-maenner-hat-das-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/spd-stadtrat.de\/?p=2050","title":{"rendered":"Vaterfreuden 4.0 &#8211; Neue M\u00e4nner hat das Land!"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eWann ist ein Mann ein Mann?\u201c Jedem klingen die S\u00e4tze von Herbert Gr\u00f6nemeyer im Ohr. Die Frage gilt auch heute, aber das Selbstverst\u00e4ndnis des vermeintlich starke Geschlechts hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt. Zum Beispiel nehmen heute fast 50% der M\u00e4nner Elternzeit. Unser Fraktionsmitglied, Stadtrat Dr. Tobias Hammerl, wird heuer und n\u00e4chstes Jahr insgesamt vier Monate Elternzeit und in 2018 noch einmal vier Partnerschaftsmonate in Anspruch nehmen. Die Fraktionskolleginnen und -kollegen haben mit ihm \u00fcber seine ersten Erfahrungen gesprochen. <\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2049\" aria-describedby=\"caption-attachment-2049\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/spd-stadtrat.de\/?attachment_id=2049#main\" rel=\"attachment wp-att-2049\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-2049\" src=\"http:\/\/spd-stadtrat.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2-x-Hammerl-e1479716726502-200x300.jpg\" alt=\"Dr. Hammerl mit seinem Sohn\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/spd-stadtrat.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2-x-Hammerl-e1479716726502-200x300.jpg 200w, https:\/\/spd-stadtrat.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2-x-Hammerl-e1479716726502-768x1152.jpg 768w, https:\/\/spd-stadtrat.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2-x-Hammerl-e1479716726502-683x1024.jpg 683w, https:\/\/spd-stadtrat.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2-x-Hammerl-e1479716726502-600x900.jpg 600w, https:\/\/spd-stadtrat.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2-x-Hammerl-e1479716726502.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2049\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Hammerl mit seinem Sohn<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Fraktion: Bereitet Dir Windelwechseln Freude? <\/em><\/p>\n<p>Dr. Hammerl: Als frischgebackener Vater entwickelt man eine vollkommen neue Sicht auf eine volle Windel. Wenn der Kleine Bauchweh hat und es ihn zwickt und man ihm aber nicht helfen kann und dann endlich die Ursache des \u00dcbels den Weg in die Windel findet, dann ist man derart erleichtert, dass es in der Tat in diesem Augenblick nichts Sch\u00f6neres als eine volle Windel gibt.<\/p>\n<p><em>Fraktion: Heute nehmen rund 50% der V\u00e4ter Elternzeit in Anspruch. War es f\u00fcr dich von vornherein klar, in Elternzeit zu gehen? <\/em><\/p>\n<p>Dr. Hammerl: Ja, f\u00fcr mich was es war klar, weil ich mich auch um meinen Sohn k\u00fcmmern m\u00f6chte. Ich m\u00f6chte miterleben, wie er w\u00e4chst und gedeiht. Und ich finde es super, dass Elternzeit heute f\u00fcr viele M\u00e4nner zu einer Selbstverst\u00e4ndlichkeit geworden ist. Allerdings w\u00e4re ich gern genauso lang daheim geblieben wie meine Partnerin. Das ging leider nicht, weil wir sonst nicht die Zeit bis zur Eingew\u00f6hnung in der Krippe ausf\u00fcllen h\u00e4tten k\u00f6nnen. Wenn man sich vorstellt, dass in den 1990er Jahren die ersten V\u00e4ter noch als Luschen und Schw\u00e4chlinge angesehen wurden, die in Elternzeit gingen, so hat sich das &#8211; Dank rot-gr\u00fcner Politik &#8211; nun mittlerweile grundlegend ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p><em>Fraktion: Glaubst du, dass in Zukunft noch mehr V\u00e4ter Elternzeit nehmen werden? <\/em><!--more--><\/p>\n<p>Dr. Hammerl: Das kommt darauf, ob jetzt die gesetzlichen Grundlagen daf\u00fcr geschaffen werden. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass die Kinderbetreuung tats\u00e4chlich gleich auf vier Schultern verteilt wird. Deshalb sollte der Elternzeitanspruch von 14 auf 24 Monaten ausgebaut werden &#8211; und zwar mit der Ma\u00dfgabe, dass beide Partner gleich viele Monate in Anspruch nehmen m\u00fcssen. Au\u00dferdem muss der \u00dcbergang in die Krippe, falls beide zumindest Teilzeit wieder arbeiten wollen, flexibler m\u00f6glich sein. Es ist doch nicht sinnvoll, dass man die gesamte Elternzeit um das Zeitfenster der Krippeneingew\u00f6hnung herum plant, oder?<\/p>\n<p><em>Fraktion: Gab es den auch Probleme? <\/em><\/p>\n<p>Dr. Hammerl: Probleme eigentlich nicht, aber man merkt, dass Hebammen, Stillberaterinnen, Kinder\u00e4rztinnen mit einem Mann, der sich voll einbringt noch fremdeln. So hat es mich echt gest\u00f6rt, dass beim ersten Ultraschall die \u00c4rztin mich einfach ignoriert hat und ich im Stillkurs &#8211; als einziger Mann &#8211; eher bel\u00e4chelt wurde. Aber auch hier wird hoffentlich ein Umdenken stattfinden.<\/p>\n<p><em>Fraktion: Stillkurs, nicht wirklich?<\/em><\/p>\n<p>Dr. Hammerl: Es ist erwiesen, dass die Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind stark von der Akzeptanz und Unterst\u00fctzung des Vaters abh\u00e4ngt. Deshalb ist es absolut sinnvoll die V\u00e4ter auch bei diesem Thema mitzunehmen.<\/p>\n<p><em>Fraktion: Hat die Vaterschaft dich ver\u00e4ndert?<\/em><\/p>\n<p>Dr. Hammerl: Ja, definitiv. Ich w\u00fcrde sogar sagen, dass eine Geburt ein Ereignis ist, \u201ewhat separates the boys from the men\u201c, wie der Engl\u00e4nder sagt. Man wird verantwortungsbewusster, da man jetzt nicht mehr nur f\u00fcr sich selbst, sondern auch f\u00fcr einen kleinen Zwerg da sein muss. Das ist ein gro\u00dfer Unterschied &#8211; und f\u00fchlt sich im \u00fcbrigen sehr m\u00e4nnlich an.<\/p>\n<p><em>Fraktion: Wir danken dir f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.\u00a0<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Dr. Hammerl: Gern, war mir eine Freude.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWann ist ein Mann ein Mann?\u201c Jedem klingen die S\u00e4tze von Herbert Gr\u00f6nemeyer im Ohr. 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