Am 29. April jährte es sich zum 90. Mal, dass 17 SPD-Abgeordnete des bayerischen Landtags 1933 Hitlers Ermächtigungsgesetz nicht zustimmten. Unter ihnen der Regensburger SPD-Politiker Alfons Bayerer, der infolgedessen von den Nationalsozialisten in sogenannte Schutzhaft genommen wurde und an deren Folgen im Mai 1940 an Kehlkopf-Tuberkulose verstarb. SPD-Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher ließ Leben und #Widerstand der 16 Männer und einer Frau, die mutig für die Demokratie eintraten, lebendig werden. In Regensburg galt seine Aufmerksamkeit vor allem Alfons Bayerer, dessen Enkelin Christa Schröder bei der #Gedenkveranstaltung anwesend war.

Die rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörer waren betroffen von soviel Mut, den es damals erforderte, für Demokratie und Freiheit einzutreten, etwas, das wir uns heute in unserer Bundesprepublik Deutschland nicht mehr vorstellen können. Rinderspacher bezeichnete die 17 Abgeordneten als leuchtende Namen, die am weiß-blauen demokratischen Sternenzelt strahlen und rief dazu auf, auch heute bei antidemokratischen Strömungen wachsam zu sein und diesen entgegenzutreten. „Widerstand gegen Rechts liegt in der DNA der SPD, und darauf können wir stolz sein“, so Rinderspacher unter dem Applaus der Anwesenden. Auch die SPD-Stadtratsfraktion Regensburg bekennt sich klar zu diesen Werten. Die Fraktion war bei der Veranstaltung durch Geschäftsführerin Silvia Gross vertreten.

Foto: Christine Schröpf

Bayerns Helden: 90 Jahre SPD-Widerstand gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz – SPD-Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher spricht in Regensburg über Alfons Bayerer