Kreative Köpfe überlegen sich „Zwischennutzungen“ – ganz Regensburg wird eine Open-Air-Bühne – partizipative Interaktionen in der Maximiliansstraße
Seit Freitag, dem 07.05.2021 gibt es regen Austausch zwischen den interessierten Teilnehmer*innen an den Veranstaltungen der PrinzLeoKultur-Planungswerkstatt. Das Büro bauwärts – von der Stadt beauftragt das Thema Zwischennutzung PLK zu betreuen – hatte die letzten drei Freitag-Nachmittage Interessierte eingeladen, sich zu beteiligen. In parallelen Arbeitsgruppen wurden Themen erarbeitet, Ideen gesammelt und Perspektiven besprochen.
„ So ist hier im Südosten schon etwas in Bewegung gekommen, das in der ganzen Stadt und insbesondere auch in der Maximliansstraße 26 seine Fortsetzung finden könnte“, kommentiert Stadträtin Evi Kolbe-Stockert, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, das engagierte Zusammenwirken aller Beteiligten in den Planungswerkstätten.
PrinzLeoKultur ist der Anfang, weitere neue Angebote an Kunst – und Kulturschaffende werden folgen. Im letzten Kulturausschuss wurden sie vorgestellt und die Verwaltung zur Umsetzung beauftragt.
Mit dem Antrag des Kulturreferates auf Förderung im Rahmen des Programmes „Kultursommer 2021“ bei der Kulturstiftung des Bundes, will die Stadt über das Kulturamt den Künstler*innen wieder Auftrittsmöglichkeiten verschaffen, den Kulturbetrieb beim Wiedereinstieg unterstützen und damit gleichzeitig allen Regensburger*innen Kunst und Kultur wieder erlebbar machen.
„Ganz Regensburg wird zu einer Open-Air-Bühne. Öffentlicher Raum kann wieder erlebt werden – bespielt, gestaltet, transformiert … Ziel ist hier aber nicht nur ein kurzfristiges Angebot zur Überwindung der Corona-Folgen; die Stadt geht darüber hinaus einen wichtigen Schritt in Richtung von nachhaltigen Investitionen in die Zukunft der Regensburger Kulturlandschaft“, unterstreicht der Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Burger über diese Beschlussvorlage. „Die SPD-Fraktion freut sich über diesen Antrag und ist sehr neugierig auf die geplante Umsetzung des Kultursommers 2021.“
Neben der Förderung „Kultursommer 2021“ gibt es ein weiteres Highlight, auch im letztem Kulturausschuss vorgestellt: den Antrag zur kulturellen Zwischennutzung der Maximilianstraße 26, welcher in der Beschlussvorlage als „eine Transformation in einen kulturellen Möglichkeitsraum“ definiert wird.
Kolbe-Stockert begrüßt dieses geplante Angebot an kultureller Infrastruktur: „ Damit kann die Stadt attraktive Rahmenbedingungen für Kunst-und Kulturschaffende zur Verfügung stellen.“ Burger ergänzt, dass die Corona-Krise in vielen Städten zu Leerständen in den Altstadtbereichen geführt habe. Hier müsse ein Gegensteuern stattfinden, um wieder Leben in die Städte zubringen. „Kunst und Kultur, Kreativwirtschaft, Handel und Gastronomie sollten unbedingt zusammen gedacht und gemeinsam nachhaltig weiterentwickelt werden, um eine neue Form von Aufenthaltsqualität in der Altstadt zu erreichen“, ergänzt Kolbe-Stockert. „Stichwörter wie Multifunktionalität, Beteiligung, kooperativ entwickelte Infrastrukturen, soziale Diversität und die Förderung nachbarschaftlicher Interaktionen habe ich großem Interesse in der Beschlussvorlage gelesen.“
Diese drei gerade vorgestellten Themen sind ein tolles Angebot an die Kunst- und Kulturszene, mit neuem Aufwind zu starten und mit ihrer Kompetenz und sehr viel Engagement neue Wege zu finden.
